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  Die ersten 100 Tage mit cantus – Auftraggeber und Betreiber ziehen Bilanz- Fest


Der Start ist durchaus gelungen, Anfangsschwierigkeiten und Kinderkrankheiten überwunden und die Pünktlichkeit liegt mittlerweile deutlich über 90%, das Angebot wird von den Fahrgästen gut angenommen. Das und mehr war das Resümee nach fast hundert Tagen cantus-Zugverkehr im Nordost-Hessen-Netz.
Seit 10. Dezember 2006 fahren die neuen, modernen Triebwagen des Typs FLIRT zwischen Kassel, Göttingen, Bebra, Fulda und Eisenach. Der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV), die Betreibergesellschaft cantus und alle Beteiligten luden deshalb ein, eine erste Bilanz zu ziehen und die Betriebsaufnahme der cantus zu feiern.
Aus Wiesbaden zur Feier angereist, freute sich auch der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Alois Riehl über die erfolgreiche Inbetriebnahme des Netzes und wertete dies als einen Beleg dafür, dass die Verkehrsqualität durch den Wettbewerb verbessert werden könne. "Die Menschen sind die Gewinner der Ausschreibungen im öffentlichen Nahverkehr" sagte Rhiel. "Das Resümee des Wettbewerbs heißt: deutlich bessere Mobilitätsangebote zu gleichen Kosten für die öffentlichen Haushalte!"

Erstmals war ein Streckennetz dieser Größenordnung in Hessen, ausgeschrieben und im Wettbewerbsverfahren vergeben worden. Das Netz erstreckt sich über den Nordosten Hessens nach Thüringen (Eisenach) und Südniedersachsen. Die Ausschreibung wurde federführend vom NVV umgesetzt.

Dank der guten Zusammenarbeit mit den Partner-Auftraggebern, bestehend aus der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) und dem Freistaat Thüringen, habe man dieses große Projekt so erfolgreich realisieren können, resümierte der NVV-Geschäftsführer Wolfgang Dippel. Anfangsschwierigkeiten habe man gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen gut in den Griff bekommen. „Allen Befürchtungen zum Trotz ist die Inbetriebnahme durch cantus gut gelaufen, das Angebot wird von den Fahrgästen gut angenommen und der Regelverkehr auf der Strecke ist pünktlicher als ursprünglich prophezeit und wird täglich besser. Die Pünktlichkeit liegt seit der Übernahme von cantus am 12. Dezember, bei ca. 94%. Das ist nicht der Wert, den wir anstreben aber an Verbesserungen für unsere Fahrgäste arbeiten wir weiterhin“, so der NVV-Geschäftsführer.

Auch Fahrgäste kamen in Bebra zu Wort. In einer Gesprächsrunde mit Fachleuten zu „100 Tage cantus im Nordost-Hessen-Netz“, fanden sie Gehör für all ihre Fragen und Nöte. Ein vielseitiges Programm mit Unterhaltung und vielen Informationen rund ums Bahnfahren wurde geboten, ein Zug auf den Namen Bebra getauft und ein buntes Familienprogramm sorgte auf dem Rathausmarkt für gute Stimmung. Zum Tagesausklang präsentierte der Kulturzug Bebra e.V., das Kabarett-Ensemble „Kaktusblüte“ aus Dresden mit dem Stück „Alles im Eimer“.

Hintergrundinformation

Unter der Federführung des NVV haben die Auftraggeber bestehend aus NVV, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) und dem Freistaat Thüringen im Jahr 2004 Nahverkehrsleistungen von jährlich ca. 3,6 Mio. Zugkilometern auf den Strecken Göttingen - Kassel - Bebra - Fulda, Göttingen - Eschwege - Bad Hersfeld und Bebra – Eisenach ausgeschrieben. Damit wurde der gesetzlichen Vorgabe der Europäischen Union und des hessischen Gesetzgebers Rechnung getragen.

Aus dem Wettbewerb ging die neu gegründete cantus Verkehrsgesellschaft mbH, gemeinsame Tochter der Hessische Landesbahn GmbH und der Hamburger Hochbahn AG, als Gewinnerin hervor.

Die Hessische Landesbahn GmbH ist mit dem Standort Kassel bereits seit langem mit Nordhessen verbunden. Mit der Fulda Bus GmbH ist die Hamburger Hochbahn AG ebenfalls in Hessen tätig.

Für das NOH-Netz wurden 85 Mitarbeiter eingestellt, davon 59 Triebfahrzeugführer, 13 Zugbegleiter, 6 Mitarbeiter in der Werkstatt und 9 in Betriebsleitung und Verwaltung.

Vertraglich wurde das Nord-Ost-Hessen-Netz mit neuen Zügen bis weit ins nächste Jahrzehnt gesichert.

Das Netz im Überblick

Betriebsaufnahme: 10. Dezember 2006
Vertragsdauer: 10 Jahre (12/2006 bis 12/2016)
Netzgröße: 287 km
Zug-Kilometer: 3,6 Mio. jährlich
Fahrzeug: 20 FLIRT von Stadler, Berlin-Pankow

R1

Göttingen – (Neu-) Eichenberg – Kassel

Zwischen Kassel und Göttingen bietet die R1 attraktive Verbindungen: An Wochentagen verkehrt mindestens jede Stunde ein Zug. Alle zwei Stunden gibt es weitere Verbindungen mit dem RE aus Richtung Halle nach Kassel-Wilhelmshöhe, dazu kommen in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche RE-Züge zwischen Erfurt und Kassel-Wilhelmshöhe.
R5/RMV-Linie 51
Kassel – Bebra – Fulda

Zwischen Kassel und Bad Hersfeld verkehrt die Linie im Stundentakt.
Jeder zweite Zug fährt von Kassel durchgehend bis Fulda, die anderen enden in Bad Hersfeld. Dort besteht Anschluss zur Linie R7, die alle 2 Stunden bis Fulda fährt. In Fulda und Bad Hersfeld bestehen gute Anschlüsse an den ICE Richtung Frankfurt am Main. In Bebra ist der Umstieg in und aus Richtung Eisenach (R6) zu fast jeder Stunde möglich.
R6
Bebra – Eisenach

Wochentags stündlich und am Wochenende alle 2 Std. In Bebra gibt es – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – stündlich Anschlüsse an die R5 Richtung Kassel-Hbf und Bad Hersfeld sowie nach Fulda. In Eisennach besteht Anschluss an den Fernverkehr in Richtung Leipzig und Berlin.
R7
Göttingen – Eschwege-West – Bebra – Fulda

Die R7 fährt im Zweistundentakt zwischen Göttingen und Fulda, wo Anschluss an den RE nach Gelnhausen, Hanau, Offenbach und Frankfurt a. M. besteht. Mit dem ersten Zug gibt es von Montag bis Freitag weiterhin eine Verbindung über Bebra (Umstieg zur R5) und Fulda zum ICE, der um Viertel vor Acht in Frankfurt ist. In den Hauptverkehrszeiten und Samstagmorgen fahren die Züge stündlich zwischen Göttingen und Bebra. Neu: Der letzte Zug fährt um 22:14 von Göttingen nach Bebra.

 

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 26. September 2017

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