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RÜNE kritisieren schnelles „Ja“ des Landrates zur geplanten Stark-stromleitung nach Mecklar

Stromtrassen-Entscheidung gründlich prüfen
Die Grünen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben kein Verständnis für das uneingeschränkte „Ja“ des Landrates Dr. Schmidt zur geplanten 380 kV Starkstromleitung vom niedersächsischen Wahle ins nordhessische Ludigsau-Mecklar. Mit seiner Aussage er-teilt der Landrat dem Strommonopolisten E.ON vorzeitig und ohne Not einen „Persilschein“. Dr. Schmidt, der auch den Landkreis als Gesellschafter bei E.ON Mitte vertritt, sollte immer an erster Stelle die Interessen der waldhessischen Bevölkerung im Blick-punkt haben. Der Energieriese E.ON will angeblich mit der Starkstromleitung Windkraftstrom von der Küste bis in die Ballungsräume transportieren. Dieses Argument sollte zumindestens kritisch hinterfragt und geprüft werden. Warum beginnt die Leitung z.B. erst bei Wahle in der Nähe von Braunschweig? Sollen vielleicht mit dem Argument Strom aus Windkraftanlagen zu transportieren, die unbestritten negativen Auswirkungen einer solchen Starkstromleitung im Vorhinein ausgeblendet werden? E.ON lässt zur Zeit in Niedersachsen auch zwei neue Kohlekraftwerke errichten. Der Strom aus diesen Kraftwerken soll ebenfalls über die geplante Stromleitung in die Ballungsräume gelangen. Übrigens gilt für den Stromriesen E.ON das Gleiche wie für Kali und Salz bezüglich der geplanten Salzabwasserpipeline von Neuhof nach Philippsthal. Beide Konzerne favorisieren jeweils nur die billigste, aber nicht die umweltschonendste und langfristigste Lösung. Und wer auf zusätzliche Arbeitsplätze hofft, ist beim Blick auf das Umspannwerk Mecklar schnell ernüchtert. Hier entstanden ebenso wenig neue Arbeitsplätze wie der Bau einer weiteren Stromleitung erwarten läßt. Im Gegenteil. Durch ihr Stromnetz und die damit verbundenen hohen Nutzungsentgelte für alternative Stromanbieter sichern sich die Stromkonzerne ihre Monopolstellung. Ziel einer verantwortungsvollen Energiepolitik sollte dagegen sein, sich unabhängig von den vier großen Strommonopolisten zu machen. Dazu ist es erforderlich, allein schon aus Klimaschutz-gründen, auf eine dezentrale Energieversorgung zu setzen, um sich so dem Preisdiktat der Stromkonzerne zu entziehen.

Nachricht vom 1.6.07 09:22

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 19. Januar 2020

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