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„Milch zu Ramschpreisen? Nicht mit uns.“
Gemeinsam für faire Milchpreise: Fr .

Gemeinsam für faire Preise

Ein gutes Produkt braucht einen guten Preis! – das wird auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg so gesehen. Landrat Dr. Michael Koch, Kreislandwirt Horst Taube und Friedhelm Diegel, Vorsitzender des Kreisbauernverbands, unterstützen die Online-Petition des Landvolks für einen fairen Milchpreis.

Mit der Petition sollen die großen Handelsketten und Discounter aufgefordert werden, für Milch und Milchprodukte angemessene Preise zu verlangen. 100.000 Unterstützer sind notwendig, dann soll die Petition an die großen Discounter übergeben werden.

In Deutschland hat sich der Milchpreis in nur zwei Jahren fast halbiert. Landrat Dr. Michael Koch: „Die Verbraucher freut’s, doch viele Landwirte bangen um ihre Existenz, auch bei uns im Kreis. Wir lassen die Bauern nicht allein. Ich möchte vernünftige Preise für gute Produkte.“

Die erzeugte Milchmenge ist in den vergangenen Monaten in Deutschland und Europa gestiegen. Dadurch setzte ein Preisverfall ein. Landwirte erhalten derzeit weniger als 20 Cent für einen Liter Milch. „Um die eigenen Ausgaben zu decken, wären mindestens 36 Cent nötig“, rechnet Kreisbauernverbandschef Friedhelm Diegel vor.

Die Bundesregierung plant derzeit ein Soforthilfepaket für notleidenden Landwirte. Das Paket des Bundes beträgt 100 Millionen Euro und sieht Existenzsicherungshilfen, Bürgschaftsprogramme und Steuerentlastungen vor. Der Staat könne nur begleitend helfen, so Kreislandwirt Horst Taube. Die Marktposition der Erzeuger gegenüber ihren Abnehmern müsse dringend verbessert werden.

Es sei Aufgabe von Wirtschaft und Handel und nicht der Politik, die Preise festzulegen und den Verbrauchern entsprechende Angebote zu machen, machte Koch klar. Die Entscheidung könnten Verbraucher schon heute bei jedem Einkauf im Supermarkt treffen: „Wer deutsche Qualitätsmilch haben will, der wird sie auf Dauer nicht für 42 Cent in den Discounterregalen finden!“

Zum Hintergrund: 2015 wurde die Milchquote abgeschafft. Der Milchpreis lag zeitweise bei rund 40 Cent je Liter. Die Erwartung war vielerorts, dass der Milchverbrauch weltweit steigt – und damit die Preise und Erlöse. Auch deshalb investierten viele Landwirte in die Milcherzeugung, mehr Milch wurde produziert. Kurzfristig sind diese Erwartungen aber nicht erfüllt worden. Stattdessen ist die Nachfrage in vielen wichtigen Abnahmeländern wie China und den Ölförderstaaten rückläufig, auch aufgrund geringerer Wachstumsraten. Russland hat zudem ein Embargo für EU-Lebensmittel verhängt.

Nachricht vom 8.6.16 13:16

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Letzte Aktualisierung: Samstag, 30. Mai 2020

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