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Verstärkung für Demenzprojekte

Senioren-Beratung Waldhessen schulte schon 180 Ehrenamtliche
Auf die Zeichen der Altersentwicklung hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg bereits vor neun Jahren reagiert: Unter dem Dach des Projekts „Perspektiven haben“ sind eine der ersten Demenzgruppen durch die Senioren-Beratung Waldhessen ins Leben gerufen und ein spezielles Schulungskonzept entwickelt worden, um freiwillig Engagierte zu Demenzhelferinnen und -helfern zu qualifizieren.

Getreu dem Motto „Nicht reden, sondern handeln“ waren neun Bürgerinnen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg zu Jahresbeginn einem Aufruf der Senioren-Beratung Waldhessen gefolgt. Die Beratungsstelle hatte zur Mitarbeit in Betreuungsprojekten für Menschen mit Demenz eingeladen. In einer 36-stündigen Schulung wurden die Teilnehmerinnen auf ihr anspruchsvolles Ehrenamt vorbereitet. Nach bestandener Abschlussprüfung erhielten die Schulungsabsolventinnen nun den verdienten Lohn für ihren Einsatz: In einer Feierstunde überreichte Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz ihnen das Zertifikat, das die erfolgreiche Teilnahme an der Basisqualifizierung bescheinigt.

Künftig werden die Ehrenamtlichen im Demenzprojekt „Perspektiven haben“ der Senioren-Beratung Waldhessen oder in niedrigschwelligen Betreuungsangeboten anderer Träger zum Einsatz kommen. „Das freiwillige Engagement ist eine Bereicherung und sinnvolle Ergänzung von professionellen Angeboten“, so Künholz. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die stetige Zunahme von Demenzerkrankungen. „Eine gute Zusammenarbeit von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften kann dazu beitragen, die Betreuungsqualität zu stärken und pflegende Angehörige zu entlasten.“

Bis heute hat die Senioren-Beratung Waldhessen in insgesamt 13 Lehrgängen rund 180 Ehrenamtliche geschult. Die Teilnehmer erwerben hierbei Basiswissen zum Krankheitsbild und seinen Auswirkungen, erproben Wege der Verständigung und erlernen den Umgang mit demenzbedingten Verhaltensauffälligkeiten. Aktivierungsangebote für Körper und Geist, Sicherheitsaspekte und eine Erste-Hilfe-Unterweisung bilden weitere Bausteine der Schulung.

Eine Aus- oder Fortbildung kann der Lehrgang nicht ersetzen. Er ist konzipiert als Basisqualifizierung für die ehrenamtliche Mitarbeit in niedrigschwelligen Betreuungsangeboten unter Leitung einer Fachkraft. Bei einem Ehrenamt bleibt es jedoch nicht immer. Einige Teilnehmer haben über ihren ehrenamtlichen Einstieg das Berufsfeld der Pflege und Demenzbetreuung für sich entdeckt und eine Aus- oder Fortbildung an der Pflegefachschule angeschlossen, um auch hauptberuflich für Menschen mit Demenz da zu sein.

Nachricht vom 10.4.17 09:38

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Letzte Aktualisierung: Samstag, 22. Juli 2017

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