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Schienenverkehr stärken - ICE-Stopp erhalten

Grüne luden zur Diskussion über die geplante Schnellbahntrasse ein
Sehr informativ, aber auch emotional und engagiert: So gestaltete sich der Informations- und Diskussionsabend in der Grünen Geschäftsstelle, zu der der Grüne Kreisverband eingeladen hatte. Zu Gast war Daniela Wagner, grüne Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Verkehrsausschuss. Sie erläuterte zunächst die Idee des Deutschlandtaktes als Grundlage aller neueren Planungen im Netz der DB und informierte dann über den Beteiligungsprozess im Dialogforum und die Möglichkeiten der Einflussnahme.
Gemeinsam mit der Grünen Landtagsabgeordneten Kaya Kinkel und der Sprecherin des Kreisverbandes Martina Selzer, begrüßte sie das Ziel, weiteren Personen- und auch Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, denn „Straßenverkehr erzeugt gegenüber dem Schienenverkehr ein Mehrfaches an Belastung für Mensch und Natur“. Entscheidend sei bei der Umsetzung, die Berücksichtigung der Interessen der Region und eine gleichzeitig verbesserte Anbindung der Region zu erreichen.
Die Grünen begrüßen ausdrücklich das Vorgehen der Deutschen Bahn, durch ein Beteiligungsverfahren die Anliegen der Menschen vor Ort bereits vor dem formalen Planungsverfahren einfließen zu lassen. „Dafür ist im Dialogforum ein wirklicher Beteiligungsprozess mit einem transparenten und offenem Verfahren wichtig und darf nicht zu einem Feigenblatt verkommen.“

Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter des Aktivbündnis für Waldhessen, dem Schulterschluss regionaler Bürgerinitiativen, waren gekommen und nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen vorzutragen. Dabei zeigte sich große Übereinstimmung darüber, wie die ICE-Anbindung der Region zu gewährleisten sei. Die Teilnehmer sprachen sich ausdrücklich für den ICE-Halt am Bahnhof Bad Hersfeld aus, um Pendlerinnen und Pendlern und Reisenden eine Alternative zum Pkw bieten zu können und den Landkreis Hersfeld-Rotenburg auch weiterhin an eine gute Taktung im Fernverkehr anzubinden.

Kritik äußerten Mitglieder des Aktivbündnisses an der Arbeitsweise im Dialogforum der Bahn. Der Beteiligungsprozess wurde als unbefriedigend und nicht transparent kritisiert, die Möglichkeiten, die Anliegen der Bürgervertreter vorzubringen, seien begrenzt. Insbesondere der Zeitplan wurde moniert. der als zu ambitioniert eingestuft wurde um tatsächliche Beteiligung zu ermöglichen.

Daniela Wagner sagte zu, die Arbeitsfähigkeit des Aktivbündnisses durch Informationen aus dem Bundestag zu verbessern. Kaya Kinkel versprach, sich in Wiesbaden für den Erhalt des ICE-Bahnhofs einzusetzen. Sie machte aber auch deutlich,dass die Entscheidung hierüber nicht auf Landesebene getroffen wird und eine wesentliche Einflussmöglichkeit im Dialogforum selbst liegt.

Fazit des Abends: Ein lebendiger und kritischer Diskurs zum Thema Bahnausbau, bei dem die Teilnehmer viele Informationen mitgenommen haben, um ihre Anstrengungen im Interesse der Region zu bündeln.

Nachricht vom 15.2.19 12:01

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2019

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