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Der Arbeitsmarkt im Februar 2020 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Nach wie vor solide Arbeitsmarktlage / Aber: Stellenrückgang deutet auf Abschwächung der Konjunktur hin
Die Arbeitslosigkeit in Waldhessen ist im Februar saisonbedingt leicht angestiegen. Mit 2.387 arbeitslosen Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg liegt die Zahl um 25 über der vom Januar (+1,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 3,7 Prozent und liegt damit weit unter dem Vorjahresniveau (4,0 Prozent).

Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Februar 2019 haben alle Personengruppen profitiert, insbesondere jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren (-51 auf 271). So war der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Januar bei dieser Personengruppe zu erwarten (+20). „Ursächlich hierfür ist das Ausbildungsende in einigen Ausbildungsberufen. Wir sind zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen die Absolventinnen und Absolventen wieder beruflich integriert werden, weil der Fachkräftebedarf nach wie vor gegeben ist“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Er weist auf positive Aspekte des Arbeitsmarktes hin. So ist beispielsweise die Zahl der Menschen, die sich erstmals oder erneut aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben, niedriger als im Vorjahr (-22,4 Prozent). Zugleich konnten im Februar mehr Personen in eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert werden (+16,7 Prozent).

Jedoch weist die Stellensituation auf eine sich abschwächende Konjunktur hin. Seit Jahresbeginn akquirierte der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Bad Hersfeld 624 Stellen, was einen deutlichen Rückgang zum Vorjahr bedeutet. Entgegen der Entwicklung in den letzten Jahren hat sich der Stellenbestand verringert. Derzeit liegen der Arbeitsagentur 1.149 Stellen zur Besetzung vor – 22,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Vor allem in den Bereichen Produktion und Fertigung macht sich die gegenwärtige wirtschaftliche Situation bemerkbar. Viele Betriebe halten sich momentan mit Neueinstellungen zurück, die Anfragen zur Kurzarbeit und die Zahl der von Kurzarbeit bereits betroffenen Betriebe steigen.

Waldemar Dombrowski rät den Unternehmen in der Region, Zeiten der Kurzarbeit für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nutzen, um noch besser aufgestellt zu sein, wenn die Konjunktur wieder anzieht.

Nachricht vom 2.3.20 12:20

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Letzte Aktualisierung: Montag, 30. März 2020

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