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Berufsvorbereitung in der Geistalschule vorbildlich

Schuldezernentin Christa Bittner gratuliert zum Gütesiegel

Erstmalig zeichnete das Hessische Kultusministerium Schulen aus, die ihren Schülerinnen und Schülern einen wöchentlichen Praxistag anbieten. Im Kreis Hersfeld- Rotenburg darf sich die Bad Hersfelder Geistalschule (GSG) mit einem entsprechenden Qualitätssiegel schmücken. In einer kleinen Feierstunde gratulierte Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernentin Christa Bittner der GSG, Direktor Gerhard Vater und den für die Praktika zuständigen Hauptschulzweigleiter Harald Tauber. Sie bedankte sich aber vor allem bei den zahlreichen Betrieben im Landkreis, die in den vergangenen Jahren zu echten Partnern der Schule geworden sind. „Allein in diesem Jahr gewähren 44 Unternehmen den Geistalschülerinnen- und schülern regelmäßige Praktika- eine imponierende Zahl“, stellte Bittner fest.

Die Geistalschule sei im Landkreis ein Aktivposten gewesen, als enge Beziehungen zu Unternehmen geknüpft werden mussten, nachdem es immer schwieriger wurde, Jugendliche mit Hauptschulabschluss in ein Ausbildungsverhältnis zu vermitteln. Die regelmäßigen Praxistage haben in vielen Fällen den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtert. „Dadurch hat sich auch in unserem Kollegium die Bereitschaft entwickelt, unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur zu einem Abschluss zu bringen, sondern sie auch auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu begleiten. Ich wünschte mir zwar noch mehr Ausbildungsverträge, aber wir können teilweise gar nicht alle Möglichkeiten nutzen, weil die Jugendlichen mitunter eine Ausbildung zurückstellen und sich lieber schulisch weiter qualifizieren wollen“, berichtet Schulleiter Gerhard Vater.

Begeistert vom Praktikum sind die Schülerinnen und Schüler. Sascha durfte im Autohaus schon Reifen wechseln und die Hebebühne bedienen. Denise hat sich beim Physiotherapeuten mit der Heißluft-Therapie auseinander gesetzt, Stefanie hat schon mehrere Paar Schuhe im Schuhgeschäft verkauft. Marcel fährt mit einem Schreiner auf Baustellen und weiß mittlerweile schon, wie ein Fenster ausgebaut wird. Christopher hat sich beim Bäcker an Plätzchen und Kuchen versucht, und Alexander hatte gleich beim Metzger den ganz großen Test für eine künftige Ausbildung in diesem Beruf zu bestehen: „Ich habe schon mit der Elektrozange ein Schwein getötet“, berichtet er. Und weil er das konnte, ist er sich sicher, dass Metzger genau der richtige Beruf für ihn ist.

Doch nicht nur an den Aufgaben, die die Betriebe ihren Praktikanten anvertrauen, auch an der Betreuung zeige sich, wie sehr sich die Unternehmen um die Jugendlichen kümmern: „Wir sind sehr gut aufgenommen worden und werden bestens angeleitet“, bestätigen alle.

An der GSG helfen der vom Landkreis bestellte Job-Coach, sowie schon die zuvor eingerichtete Schulsozialarbeit, um die Vermittlungsmöglichkeiten noch über die außer Frage stehende Qualität der Abschlüsse zu verbessern. Auch dadurch werde neben dem Fordern das Fördern im Geistal groß geschrieben, und der Blick der Schule gehe über den Abschluss hinweg. Das Hessische Kultusministerium sieht in der Auszeichnung, die neben der GSG weitere 39 Schulen erhalten haben, einen Beleg für „hervorragende Arbeit bei Planung und Durchführung kontinuierlicher Praxistage“, womit ein nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Berufschancen von Schülerinnen und Schülern mit Hauptschulabschluss geleistet wurde.


Foto: Marcel, Alexander, Christopher, Stefanie, Sascha und Denise (von links) berichteten Hauptschulleiter Harald Tauber (Zweiter von rechts), Schulleiter Gerhard Vater und Erster Kreisbeigeordneten Christa Bittner (beide am Tisch) von ihren guten Erfahrungen im Praktikum. Das vom Kultusministerium verliehene Gütesiegel soll der Berufsvorbereitung der Jugendlich in der Geistalschule noch mehr Schub geben

Nachricht vom 18.9.07 13:14

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 08. Dezember 2019

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