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Zusammen klappt es nicht
Landkreis und Agentur für Arbeit operieren noch immer mit unterschiedlichen Zahlen

Noch immer gibt es Differenzen bei der Darstellung der Arbeitslosigkeit im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Statistiken der Agentur für Arbeit und des Landkreises als so genannte Optionskommune, der sich neben den Sozialhilfeempfängern seit 2005 auch um Langzeitarbeitslose kümmert, stimmen nicht überein.

Agenturchef zweifelt
Während Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner angibt, der Landkreis sei bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen auf einem guten Weg, zweifelt dies der Chef der Arbeitsagentur Bad Hersfeld, Karlheinrich Renner, an.

"Im Jahr 2002 hatten wir im Landkreis 41 638 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und 7863 geringfügig Beschäftigte. Im Juni vergangenen Jahres lagen die Zahlen bei 39 498 und 9603. Die Billigjobs werden immer mehr und sie wollen derart viele Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt untergebracht haben. Das kann nicht sein", empörte sich Renner.

Im vergangenen Jahr haben nach Angaben von Christa Bittner 3259 Langzeitarbeitslose eine Anstellung gefunden. Rund 900 davon aber nur einen 400-Euro-Job. Das entspricht einer Quote von 27,5 Prozent. In 2005 habe sie noch bei 22 Prozent gelegen. In dieser Gesamtzahl von 3259 tauchten Ein-Euro-Jobs nicht auf. "Davon hatten wir 469. Wir haben es erreicht, dass 29 dieser Personen später auf dem ersten Arbeitsmarkt untergebracht werden konnten", erklärt die 1. Kreisbeigeordnete.

Bei der Eingliederung der Langzeitarbeitslosen hätten zudem Zeitarbeitsfirmen geholfen. "Eine Einstellung über eine Zeitarbeitsfirma entlastet die Betriebe. Es kommt zu keinen krankheitsbedingten Ausfällen. Wenn ein Leiharbeiter nicht gesund ist, dann schickt der Vermittler sofort eine neue Kraft", erklärt Renner, warum es Zeitarbeitsfirmen auf dem Markt so leicht hätten.

Nicht zu vermitteln
Aktuell seien es 3894 Bedarfsgemeinschaften, um die sich der Landkreis noch kümmere. Bei einem Berechnungsfaktor von 2,3 seien dies rund 9000 Menschen, darunter auch Kinder. Von den Erwachsenen, die einer Bedarfsagemeinschaft angehören, sei ein Drittel aus irgendwelchen Gründen und wegen besonderer Hemmnisse nicht mehr ins Berufsleben zurückzuführen.

Nachricht vom 13.2.07 12:30

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 23. Juli 2019

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