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Grüne Kreistagsfraktion für kostenlose Schulspeisung

In der letzten Kreistagssitzung haben die Abgeordneten aller Parteien beschlossen, noch in diesem Jahr 9000 € bereitzustellen, um "bedürftigen Kindern" ein schulisches Mittagessen zu finanzieren. Während im Antrag von SPD und FWG nur Kinder von ALG-II-Empfängern berücksichtigt werden sollten, setzten sich die Grünen mit der Forderung durch, auch bedürftige Kinder einzubeziehen, in deren Familien das Arbeitseinkommen den ALG-II-Satz nicht überschreitet. Die Ausschüsse für Bildung und Soziales wurden beauftragt, genauere Modalitäten zur zügigen Umsetzung des Beschlusses zu erarbeiten: Bedürftigkeit zu definieren und festzulegen, welche Stelle die Daten der Eltern zu prüfen habe. Obwohl Schulen und Fördervereine sich nach eigenen Angaben außerstande sehen, hier entscheidungsfindend tätig zu werden, legte die SPD überraschend einen Antrag vor, in dem eben dies vorgesehen ist. Aber Lehrkräfte und Schulsekretärinnen haben schon jetzt alle Hände voll zu tun und sind bekanntlich schon allein durch LUSD kontinuierlich überlastet. Und es fragt sich, ob es dem pädagogischen und sozialen Klima gut tut, wenn der Lehrer oder die Lehrerin darüber entscheiden muss, welche Schülerin oder welcher Schüler sein Essen bezahlt bekommt?

Die Grünen sehen die PolitikerInnen in der Verantwortung, klare Strukturen zu schaffen, statt weitere Probleme vorzuprogrammieren und die Menschen im Schulgeschehen gegeneinander aufzubringen. Die Grüne Kreistagsfraktion befürwortet deshalb den Vorschlag der Kreisverwaltung, eine neutrale "noch zu benennende Stelle in der Kreisverwaltung" mit der Überprüfung der Bedürftigkeit zu beauftragen. Langfristig streben die Grünen eine kostenlose Mittagsverpflegung für alle SchülerInnen an.

Nachricht vom 19.10.07 12:29

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 20. Oktober 2019

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