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Leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Arbeitsagentur rät zu Weiterbildungen während Kurzarbeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Dezember jahreszeitüblich leicht angestiegen. Insgesamt sind im Agenturbezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld 6.202 Menschen ohne Arbeit. Im Vergleich zum November sind dies 61 arbeitslose Frauen und Männer mehr aber 54 weniger als im Dezember 2007. Die aktuelle Arbeitslosenquote entspricht der Quote aus dem Vorjahr. Mit 6,9 Prozent hat sich hier keine Veränderung ergeben. "Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen betrifft im Dezember überwiegend Arbeitslosengeld I - Empfängerinnen und - Empfänger. Dies lässt sich zum einen durch witterungsbedingte Einschränkungen beim Bau und anderen Außenberufen erklären. Zum anderen haben einige Unternehmen nach dem Saisongeschäft vor Weihnachten zeitlich befristet Beschäftigte entlassen", kommentiert Matthias Oppel, Leiter der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld, die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung. Auf den momentanen Konjunkturabschwung sei der Anstieg der Arbeitslosen im Dezember noch nicht zurückzuführen. "Noch zeigt sich die Finanzkrise nicht in den aktuellen Arbeitslosenzahlen. Erste Anhaltspunkte einer Abschwächung sind jedoch den verstärkten Anfragen nach Kurzarbeit und rückläufigen Stellenangeboten von Zeitarbeitsunternehmen zu entnehmen", so Oppel. Sollte Kurzarbeit in einem Unternehmen eintreten, rät der Agenturleiter, diese Zeit für Weiterbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nutzen. Die Agentur für Arbeit kann die Qualifizierungen unter bestimmten Voraussetzungen fördern.

Trägerschaften
Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Hersfeld-Rotenburg und der Arbeitsförderung Werra-Meißner sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 60 oder 1,3 Prozent auf 4.386. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 299 oder 6,4 Prozent weniger arbeitslose Frauen und Männer, die Arbeitslosengeld II erhalten. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit im Dezember um 121 Personen oder 7,1 Prozent angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen um 245 oder 15,6 Prozent gestiegen.

Strukturdaten
Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit sind überwiegend Männer betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Männer steigt im Dezember um 136 oder 4,5 Prozent auf 3.134 an. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg um 116 oder 3,8 Prozent zu verzeichnen. "Männer haben aktuell mit 50,5 Prozent den größeren Anteil an den Arbeitslosen in unserem Agenturbezirk", berichtet Matthias Oppel. Bei den Frauen sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 75 oder 2,4 Prozent auf 3.068 Arbeitslose. Seit dem letzten Jahr ist ein Rückgang um 170 oder 5,3 Prozent erreicht worden.

Entwicklung in den Regionen
Während im Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Arbeitslosigkeit im Dezember weiter zurückgeht, ist im Altkreis Eschwege ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind momentan 3.883 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 16 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im November. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 6,3 Prozent. Im Altkreis Eschwege ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 77 oder 3,4 Prozent auf 2.319 angestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 8,1 Prozent.

Rückblick 2008
Im Jahresdurchschnitt waren im vergangenen Jahr im Agenturbezirk der Arbeitsagentur Bad Hersfeld 6.529 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,2 Prozent. Im Jahr 2007 lag die Arbeitslosenquote bei durchschnittlich 8,4 Prozent oder 7.580 Personen. Die durchschnittliche Arbeitslosenzahl sank somit im Vergleich zum Vorjahr um 1.051 oder 13,9 Prozent.

Für das kommende Jahr prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit für den Agenturbezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen um bis zu 7 Prozent im Jahresdurchschnitt.

Weiterbildung während Kurzarbeit
Gering qualifizierte Bezieherinnen und Bezieher von Kurzarbeitergeld werden bei
einer Weiterbildung mit Weiterbildungskosten durch die Agenturen für Arbeit gefördert. Gering qualifiziert sind dabei auch ausgebildete Arbeitnehmer, die länger als vier Jahre nicht als Fachkraft tätig waren. Die Dauer der Weiterbildung darf die voraussichtliche Dauer der Kurzarbeit nicht überschreiten. Wenn ein Berufsabschluss

erworben wird, kann davon abgewichen werden. Voraussetzung ist allerdings eine Freistellung durch den Arbeitgeber. Sollte die Kurzarbeit noch während der Weiterbildung enden, können Unternehmen mit einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt gefördert werden. Weitere Informationen erhalten interessierte Unternehmen bei Ihrem

Arbeitgeberservice.
Kontakt: 0 18 01 66 44 66*
* Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise abweichend

Nachricht vom 7.1.09 10:00

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Letzte Aktualisierung: Freitag, 18. Oktober 2019

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