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Landrat: „Klinikum ist eine Institution in der Region und für die Region“

Verabschiedung von Privatdozent Dr. Werner Hütz als Ärztlicher Direktor und von Prof. Dr. Wolfgang Fahle als stellvertretender Ärztlicher Direktor

Die Bedeutung der Klinikums Bad Hersfeld GmbH für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Hersfeld-Rotenburg und die weitere Region hat Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt gewürdigt. Anlässlich der Verabschiedung von Privatdozent Dr. Werner Hütz und Prof. Dr. Wolfgang Fahle als ärztlicher und stellvertretender Ärztlicher Direktor und der Neubestellung von Priv.Doz. Dr. Horn und Prof. Issing als Nachfolger stellte der Landrat als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums die erfolgreiche Entwicklung heraus und betonte die medizinische, wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Einrichtung für die Region: So stieg die Fallzahl von 13.800 im Jahre 1989 auf 24.500 im Jahre 2008. Die durchschnittliche Verweildauer verkürzte sich von 12,2 auf unter 7 Tage. Die Anzahl der Vollkräfte wuchs von 800 auf etwa 1.000. „Insgesamt gibt das Klinikum mit seinen Tochtergesellschaften gut 1.800 Menschen in der Region unmittelbar Arbeit“, betonte Landrat Dr. Schmidt. „Das Klinikum ist eine Institution in der Region und für die Region“.

Foto (v.l.n.r.): Martin Ködding, Geschäftsführer Klinikum, Priv.-Doz. Dr. med. Markus Horn, neuer Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Neurologie, Prof. Dr. med. Peter R. Issing, neuer stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Plastische Gesichtschirurgie, Priv.-Doz. Dr. med. Werner Hütz, ehemaliger Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde, Prof. Dr. med. Wolfgang Fahle, ehemaliger stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt.

Mit dem Wechsel in der ärztlichen Direktion gehe eine Epoche zu Ende, führte der Landrat aus. Eine Epoche, in der mit Prof. Fahle und Privatdozent Dr. Hütz zwei besondere Persönlichkeiten die Entwicklung des Klinikums und das Geschehen in den zurückliegenden 16 und 20 Jahren maßgeblich mitgestaltet und geprägt haben.

Diese langen Jahre waren für das heutige Klinikum Bad Hersfeld eine Zeit des Wandels und eine Zeit des Wachsens, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Es war alles andere als eine ruhige Zeit: Fast im jährlichen Rhythmus gab es seit Anfang der 90-iger Jahre bis zum heutigen Tage Reformgesetzte im Gesundheitswesen, fast immer mit dem Ziel der Kostenbegrenzung auf globaler Ebene“, betonte Dr. Schmidt und fügte an, dass man „kein Hellseher sein muss, um voraussagen zu können, dass sich die Änderungen der Rahmenbedingungen fortsetzen werden. Auch in der Zukunft werden die Krankenhäuser vor großen Herausforderungen stehen und der Gesetzgeber wird schon dafür sorgen, dass keine Langeweile oder sogar Zufriedenheit mit den Rahmenbedingungen in den Krankenhäusern entsteht“.

Zur Entwicklung des Klinikums betonte der Landrat die herausragende bauliche Entwicklung in den vergangenen 20 Jahren. Dahinein fielen:
der Komplettumbau der Physikalischen Therapie,

der Bau und die Inbetriebnahme des Betten-hauses Nord mit 144 Betten in 1- und 2-Bett-Zimmern mit Dusche und WC,

der Neubau der Psychiatrie mit der Inbetriebnahme im Jahre 2003, der Bau und die Inbetriebnahme des Bettenhauses Süd im Jahre 2008,

die Totalsanierung der Zentralsterilisation

und viele kleine Änderungs- und Anpassungsbauarbeiten. Dr. Schmidt dankte dem Land Hessen, dass sich immer bei den Ausbauplänen des Klinikums engagiert und mit Fördermitteln aus den Krankenhausbauprogrammen die Entwicklung mitfinanziert hat.

Im Jahre 1989 hatte das Klinikum neun Fachabteilungen, im Jahre 2009 hat es 18 Fachab-teilungen. Beispielhaft für diese strukturelle Entwicklung nannte Dr. Schmidt:
Integration der Psychiatrie,
Einrichtung der Neurologie,
Verselbständigung der Gefäßchirurgie,
Aufbau der Neurochirurgie,
Aufbau der ambulanten und stationären Palliativmedizin,
Aufteilung der Medizinischen Klinik,
Gründung der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie
und die frühzeitige Gründung und Entwicklung des Zentrums für klinische Geriatrie.

Mit der zurzeit im Ausbau befindlichen Strahlentherapie wird sowohl baulich als auch strukturell ein weiteres wichtiges Versorgungsangebot im Landkreis Hersfeld-Rotenburg geschaffen, führte Dr. Schmidt aus.

Wichtig für die inhaltliche Weiterentwicklung des Klinikums waren nach Darstellung des Aufsichtsratsvorsitzenden die zahlreichen Neubesetzungen von Chefarzt- und anderen Leitungsfunktionen im Klinikum. Darüber hinaus wurden Netzwerke geknüpft mit den verschiedenen Einrichtungen in der Region. Bei all dieser doch bemerkenswerten Entwicklung ist das Klinikum schuldenfrei und hat bisher keine Verlustübernahmen durch den Krankenhausträger benötigt. Daher habe sich der Kreistag 2008 dazu entschlossen, dem Klinikum für den dringenden Ausbau und die Sanierung der Bettenhäuser 9,2 Millionen Euro zur Verfügung zu stelen – „ein kleines Konjunkturprogramm“, sagte der Landrat.

Innerhalb des Klinikums haben Betriebsleitung und Geschäftsführung mit hohem Engagement, vielen guten Ideen und oftmals erforderlicher Beharrlichkeit interne Erfordernisse und externe Veränderungen umgesetzt, würdigte der Aufsichtsratsvorsitzende die Arbeit. Die Ärztlichen Direktoren leisteten dabei einen ganz wesentlichen Beitrag, indem sie einerseits als gewählte Sprecher der Chefärzte das fachliche, organisatorische und innovative Know-how einbringen können, andererseits aber auch als wichtige Multiplikatoren nach innen und nach außen wirken“, betonte der Landrat. Er dankte Prof. Fahle und Dr. Hütz für die geleistete Arbeit und sprach Ihnen den Dank des Land-kreises aus: „Wenn Sie auf Ihre „Amtsjahre“ zurückblicken, können Sie außerordentlich stolz auf das Erreichte sein und höchst zufrieden mit der geleisteten Arbeit“.

Den Nachfolgern Priv.-Doz. Dr. Horn und Prof. Issing gratulierte der Landrat abschließend zu ihrer einstimmigen Wahl zum Ärztlichen Direktor und zum Stellvertreter durch die Chef-arztkonferenz als „eine bemerkenswert gute Voraussetzung für die Fortführung dieser gepflegten guten Zusammenarbeit“.

Nachricht vom 21.1.09 11:17

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