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Studie soll europaweit neue Verkehre für den Cargo-Bahnhof Bebra suchen

Landrat, Bürgermeister und Gewerkschafter berieten über bedrohliche Situation des Bahnstandortes Bebra / Viele Versprechen schon gebrochen

„So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen Sicherheit für die Beschäftigten und die Zukunft des Cargo-Bahnhofs in Bebra. Es muss ein schlüssiges und langfristiges Konzept erstellt werden, dass klare Aussagen zur Zukunft der Anlage der DB AG in Bebra trifft, damit die Menschen wissen, wie es weitergeht“. Dies war Kernpunkt einer Zusammenkunft von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, Bebras Bürgermeister Horst Groß, sowie den Gewerkschaftern Thomas Mühlhausen, GDL, Heinz Hartig, Transnet, Alfred Wagner, GDBA und Gerfried Scholz, Bundesvorstand der GDBA, Bereich Güterverkehr im Rathaus von Bebra, zu der der Landrat geladen hatte, um über die aktuell bedrohliche Situation zu beraten und nach Ansätzen für weitere Schritte zu suchen.

Zur Kenntnis genommen wurde von der Runde die „taufrische“ Aussage des Vorstandes DB Schenker Rail, Eckart Fricke gegenüber dem Bundestagsabgeordneten Michael Roth, wonach der Güterbahnhof Bebra in seiner bisherigen Funktion erhalten bleiben solle und es sich beim Abzug der Automobil-Logistik lediglich um eine „zeitlich eng begrenzte vorübergehende Verlagerung“ handeln solle. „Die Botschaft höre ich wohl“, sagte dazu Bebras Bürgermeister Groß, der auf eine lange Reihe von Ver-sprechen der DB hinwies, die allesamt gebrochen wurden. „Wir wollen, dass die 300 Beschäftigten der Bahn in Bebra Sicherheit haben und wissen, wie es weitergeht“, betonte Groß.

Landrat Dr. Schmidt will die DB einerseits beim Wort nehmen, wonach der Cargo-Bahnhof erhalten bleiben soll, andererseits wünscht er aber auch, dass nach Alternativen gesucht wird. Gemeinsam mit den Gewerkschaftern erörterte er, ob nicht eine Studie in Auftrag gegeben werden solle, um europa-weit nach Möglichkeiten und Chancen für den Cargo-Bahnhof Bebra zu suchen. Weshalb sollte Bebra nicht beispielsweise für den Hafen Rotterdam von Interesse sein, war eine der Fragen, die untersucht werden könnten. Möglicherweise könnte sich auch die Bremer Lagerhausgesellschaft für Bebra interessieren oder ausländische oder private deutsche Bahnen könnten den Cargo-Bahnhof Bebra belegen, wenn DB Schenker Rail die Drehscheibe Stück für Stück aufgibt. „Es gibt mehr als 300 private Eisenbahnunternehmen in Deutschland – möglicherweise ist der Cargo-Bahnhof Bebra für neue Verkehre dieser Unternehmen von Interesse“, sagte GDBA-Vorstand Scholtz.

Von Seiten der Gewerkschafter wurde die Überlegung beigesteuert, den Cargo-Bahnhof Bebra zu einem „Lehrbahnhof“ zu entwickeln, um einen Teil der EiB-Ausbildung – Eisenbahner im Betrieb – in Bebra bundesweit zu bündeln. „Die Lage dafür ist ideal“, betonte Gewerkschaftsvertreter Mühlhausen.

Vereinbart wurde, dass Landrat Dr. Schmidt die Aktivitäten bündelt und als Gemeinschaftsinitiative den neuen Vorstand der DB, Rüdiger Grube, anschreibt und mit der Problematik und speziell mit dem Verhalten von DB Schenker Rail vertraut macht. Ferner soll der Hessische Wirtschaftsminister Posch angesprochen und dafür gewonnen werden, eine Studie in Auftrag zu geben, um nach neuen, europaweiten Möglichkeiten für mehr Verkehr für den Cargo-Bahnhof Bebra und damit für die Sicherung der Zukunft des Standortes zu suchen.

Nachricht vom 14.5.09 15:14

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 20. Oktober 2019

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