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„Finden und Werden“

Ausstellung des Architekten und Künstlers Volker Dietz im Landratsamt

„Finden und Werden“ – unter diesem Leitgedanken steht eine Ausstellung von 34 Bildern des Bad Hersfelder Architekten und Künstlers Volker Dietz, die im Landratsamt in der Kreisstadt ausgestellt sind. Im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik und Kultur eröffneten der Künstler, seine Frau Kerstin, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner die Ausstellung, die in den kommenden Wochen täglich zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr im ersten Stock des Hauptgebäudes in der Friedloser Straße besichtigt werden kann.

Gäste aus Politik und Kultur konnten Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (li.), Architekt und Künstler Volker Dietz und Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner (beide re.) bei der Vernissage „Finden und Werden“ im Landratsamt in Bad Hersfeld begrüßen

„Kunst im Landratsamt“ – schon seit einigen Jahren gibt es im Amt immer wieder wunderbare Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern, merkte Landrat Dr. Schmidt in seiner kurzen Begrüßungsrede an. Sie bereichern das Kreishaus und sie beleben und erfreuen die Besucher des Hauses ebenso, wie die Mitarbeiter. „Kunst bewegt eben. Sie beflügelt die Phantasie und sie regt an zum Gespräch und zur Diskussion. Das genau ist das Schöne an Kunst und das genau ist auch der Effekt, den die Ausstellungen hier im Amt immer wieder erzielen“, sagte Dr. Schmidt.

Volker Dietz sei Vielen nur als Architekt bekannt. Doch neben diesem Beruf hat er nach den Worten des Landrats „noch seine Berufung als Künstler“. Er wurde persönlich von Daniel Libeskind aus den USA ein Jahr betreut, eine Schule, die nachwirkt. Bei Prof. Seifert studierte er Farblehre und Malunterricht bei Prof. Nosky. „Auch diese wirken prägend in den Werken nach, wie wir alle hier sehen können“.

Architektur und Kunst sind nahe Verwandte, führte Dr. Schmidt weiter aus. Viele Bauwerke, die als Funktionsgebäude entstanden, seien heute geschützte Kunstwerke und historische Zeitzeugen der künstlerischen Arbeiten von früheren Meistern. Aber auch die Gegenwart zeige, dass es eine enge Verbindung gebe.

Dietz wies darauf hin, dass er als Architekt Bodenflächen versiegele, die dann über Jahre hinaus nicht mehr erreichbar seien: „Die Erde als zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und direkt oder indirekt für Tiere und Menschen hat eine andere Rolle übernommen. Das Fundament eines Gebäudes steht dann auf diesem Boden“, sagte der Künstler.

Bei der Ausstellung im Landratsamt werden Bilder gezeigt, die er unter das Thema „Finden und Werden“ gestellt habe. „Es sind zum einen Werke und skizzenhafte Bilder ausgestellt, die im wahrsten Sinne des Wortes bodenständig oder „vegetativ“ sind. Die Leinwandbilder und einige kleine Bilder sind mit Erde aus unserem Landkreis gemalt. Von Baustellen auf denen ich Erde versiegelt habe, wurde ein Säckchen abgefüllt und hat den Weg in mein Atelier gefunden.

Erdböden sind sowohl aus erdgeschichtlicher als auch aus kulturhistorischer Sicht Archive ihres Daseins. In den Bildern wurden sie selbst archiviert zu dem Zustand „Kunst““, sagte Dietz.
Beim zweiten Teil der Bildserie hat Dietz nach eigener Darstellung „nur die Technik des Handwerks gewechselt“. Auf jedem Bild sind Abdrücke von mehr als 100 Jahre alten Holzstempeln zu sehen, die damals für die Gestaltung von Textilien eingesetzt waren. „Thematisch passen sie in diese Ausstellung weil es wieder das Vergangene ist, was so nicht mehr genutzt wird; es von mir als Mittel für die Kunst heutzutage wiedergefunden wurde, eine Modifikation stattfindet und nicht zuletzt weil diese Region einmal ein starker Textil produzierender Standort war“, führte der Künstler aus.

Gemeinsam mit den Gästen unternahm er anschließend einen Rundgang durch die Ausstellung und erklärte Einiges zu den Werken. Interessierte Besucher finden seine Vita und seine Rede ausliegend und können sich so weiter informieren.

Nachricht vom 22.6.09 10:18

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Letzte Aktualisierung: Montag, 16. September 2019

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