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Trotz sinkender Zahlen keine Trendwende

Die Arbeitslosenzahlen gehen im Juni nochmals zurück. Insgesamt sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld 6.996 Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 120 Arbeitslose weniger. Allerdings sind die Zahlen seit dem letzten Jahr um 9,7 Prozent angestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 7,8 Prozent. "Man kann trotz der sinkenden Arbeitslosenzahlen nicht von einer Trendwende am Arbeitsmarkt sprechen", kommentiert Matthias Oppel, Leiter der Bad Hersfelder Arbeitsagentur, die neuesten Zahlen. "Es handelt sich, wie auch schon im letzten Monat, um eine verspätete leichte Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt, die nicht zu große Erwartungen schüren sollte. Erst die kommenden Monate werden wirklich Aufschluss geben, wie tief sich die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt", so Oppel weiter. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren laut Agenturleiter im Juni mehr Frauen als Männer. Auch im Vergleich zum Vorjahr ist hier ein Rückgang von 2,8 Prozent zu verzeichnen. "Dieser Rückgang betrifft überwiegend Frauen, die Arbeitslosengeld II erhalten haben und ihre Bedürftigkeit im letzten Jahr beenden konnten", erklärt Matthias Oppel. Auch die Zahl der arbeitslosen Männer ist im Juni gesunken. Allerdings zeigt hier der Vergleich mit den Vorjahreszahlen deutlich die Auswirkungen der Krise. Seit dem vergangenen Jahr ist die Zahl arbeitsloser Männer um 711 Personen oder 23,4 Prozent angestiegen.
Ältere Menschen sind stark von Arbeitslosigkeit betroffen
Ältere Menschen sind von den wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Monate besonders stark betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Älteren über 55 Jahren ist seit dem vergangenen Jahr mit fast 30 Prozent am stärksten angestiegen. Im Juni sind rund 1.130 Ältere betroffen, fast 42 Prozent zählen zum Rechtskreis SGB III (Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit).
Entwicklung in den Regionen
Die Arbeitslosigkeit geht im Juni sowohl im Landkreis Hersfeld-Rotenburg als auch im Altkreis Eschwege zurück. Der stärkste Rückgang ist im Altkreis Eschwege zu verzeichnen. Hier sind nun noch 2.488 Personen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld angestiegen. Der Anstieg betrifft überwiegend den Landkreis Hersfeld-Rotenburg, wo im Juni insgesamt 4.508 Menschen arbeitslos gemeldet sind.
Ausbildungsmarkt
Seit Oktober 2008 haben sich bei der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld rund 1.280 Ausbildungssuchende gemeldet. Im gleichen Zeitraum meldeten Betriebe 1.120 Ausbildungsstellen. Aktuell stehen 305 unbesetzte Ausbildungsstellen noch 530 unversorgten Bewerbern gegenüber. Auf einen unversorgten Ausbildungssuchenden kommen im Agenturbezirk somit 0,57 unbesetzte Ausbildungsstellen. "Um noch für dieses Jahr einen Ausbildungsplatz zu finden, ist Flexibilität ernorm wichtig", appelliert der Agenturleiter an Ausbildungssuchende. Er empfiehlt den Bewerbern, keine Zeit zu verlieren und sich schnell auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz oder in die Beratung der Arbeitsagentur zu begeben.

Nachricht vom 30.6.09 16:16

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Letzte Aktualisierung: Montag, 16. September 2019

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