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Vom Biohof in die Schulküche
Iss-von-hier Wochen an der Rotenburger Förderstufe

Seit einem guten halben Jahr läuft in der Region Hersfeld-Rotenburg das Modellprojekt „Iss von hier“. Im Auftrag des Regionalforums Hersfeld-Rotenburg und mit finanzieller Unterstützung aus dem Programm Leader+ soll der Anteil gesunder und regionaler Produkte in der Schulverpflegung erhöht werden. Gleichzeitig soll das Thema „Gesunde Ernährung aus der Region“ verstärkt Eingang in die pädagogische Arbeit an den Schulen finden.

Hierzu wurden drei Modellschulen ausgewählt, die mit fachlicher Unterstützung des Umweltbildungszentrums Licherode neue pädagogische Projekte und Aktionen erproben. Die Ernst-von-Harnack-Schule in Bad Hersfeld, die August-Wilhelm-Mende-Schule in Bebra und die Jakob-Grimm-Schule (JGS) in Rotenburg suchen mit viel Engagement nach Wegen, die Themen „Gesunde Ernährung aus der Region“ dauerhaft im Leben im Schulleben zu verankern.

An der Förderstufe der JGS in Rotenburg wurden nun die ersten Iss-von-hier-Projektwochen durchgeführt. Eine Woche lang drehte sich für die knapp 50 Kinder der F 5d und der G 5d alles um regionale Landwirtschaft und gesunde Ernährung. Fachlich begleitet wurden die Projektwochen von den beiden Licheröder Umweltpädagogen Nadja Leidebrand und Johannes Lutz sowie der JGS-Kunstlehrerin Barbara Bochnia.

Am ersten Tag wurde zunächst einmal geklärt, was sich hinter den Begriffen Ökologischer Landbau und Regionalität verbirgt. Danach wurde gemeinsam eine Papiertischdecke gestaltet, auf der jedes Kind sein gesundes Lieblingsessen darstellen konnte. Auf einem „Zeitstrahl“ durch das ganze Klassenzimmer wurde dann die mitteleuropäische Ernährungsgeschichte dargestellt. Am zweiten Tag haben die Kinder die spannenden Lernstationen der „Iss-von-hier-Lernwerkstatt“ absolviert: Wer kann Gewürze und Kräuter am Geruch erkennen? Wer kann verschiedene Brotsorten mit verbundenen Augen erschmecken? Und wie viele Minuten Federball muss man spielen, um ein Stück Schokolade abzutrainieren?

Ein besonderer Höhepunkt war dann der dritte Tag, der die Schulklassen auf den Biohof Henkel nach Morschen-Binsförth führte. Hier wurde nicht nur zugeschaut, sondern auch gleich kräftig mit angepackt. So haben die Schulklassen unter anderem Rosenkohl geerntet und weitere regionale Produkte aus dem Hofladen mitgenommen. Das Gemüse vom Bauernhof bildete dann auch gleich die Grundlage für die Kochaktion am vierten Tag der Projektwoche. Unter Anleitung der Licheröder Köchinnen Ilona Heußner und Gundi Schlüter-Bodenstein wurden Kürbissuppe, Gemüsepuffer, Rote-Bete-Dipp, Sellerie-Dipp und Schnittlauch-Dipp und Kartoffelhörnchen zubereitet und natürlich auch mit viel Genuss verzehrt.

Den Abschluss der Projektwoche bildete ein gemeinsamer Einkauf in einem Rotenburger Supermarkt, wo die Kinder sich ihr eigenes Müslibuffet zusammenkauften und dabei eine Menge über regionale und weniger regionale Produkte erfuhren. Und nach dem gemeinsamen Abschlussfrühstück gab es dann auch die verdiente Anerkennung: Alle Kinder wurden mit dem offiziellen „Iss-von-hier-Pass“ ausgezeichnet und können sich nun mit Fug und Recht als Experten für regionale und gesunde Ernährung fühlen.

Die Kinder waren mit Begeisterung und Engagement dabei, und auch die Klassenlehrer Dietmar Otto und Monika Mosebach und die Fachlehrerinnen Karin Flohr und Christine Kabel, die das Team aus Licherode tatkräftig unterstützen, zeigten sich sehr angetan. Gemeinsam mit der Schulleitung soll nun nach Wegen gesucht werden, die Iss-von-hier-Wochen dauerhaft im Schulprogramm der JGS zu verankern.

Nachricht vom 2.12.09 11:34

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