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OMS Otto Militzer oHG




 
 
Unternehmen des Monats:

Menschen bewegen - in aller Welt
OMS Antriebstechnik oHG

 











Ein Knopfdruck, der oberschenkeldicke Elektromotor unter der Plexiglashaube des Demonstrationsmodells beginnt zu brummen und ein aus dem Gehäuse ragendes Antriebsritzel setzt sich in Bewegung. Fensterausschnitte im Getriebeblock ermöglichen Einblicke ins Innere des Aggregats. ?Das hier ist es, was unsere Antriebe so besonders macht.? Dr.Yngve von Spalden deutet auf ein Zahnrad, dessen Form an ein gedrehtes Softeis mit abgebissener Spitze erinnert. Seine geschwungenen Rillen greifen passgenau in die leicht schräg verlaufende Zahnung eines Tellerrades: der Hypoidantrieb.

Seit über 10 Jahren setzen die Cornberger auf diese Technik, für die sie weltweite Patentrechte besitzen. OMS hat damit bei Antrieben für Rolltreppen und Aufzüge ein Marktsegment besetzt, das zwischen dem einfachen, aber wartungsintensiven und energiefressenden Schneckenantrieb und dem sehr viel teureren Direktantrieb liegt. Das Konzept ging auf: Selbst im letzten Jahr, als die Umsätze im Branchendurchschnitt um 18% einbrachen, konnte OMS noch einmal 20 Prozent zulegen.

Kooperationsmöglichkeiten systematisch genutzt

Dass zuvor noch niemand aus der Branche auf die Idee gekommen war, den Hypoid-Antrieb zu verwenden, hat einen einfachen Grund, erklärt Dr. Yngve von Spalden: ?Bis sie den ersten Zahnradsatz in den Händen halten, müssen Sie vier bis fünf Millionen Euro in Gleason Verzahnungsmaschinen investieren. Das lohnt sich nur, wenn sie große Stückzahlen produzierten, und die gibt der Nischenmarkt der Rolltreppen und Aufzugsantriebe einfach nicht her.?

Dass das Antriebskonzept für OMS trotzdem wirtschaftlich ist, dafür sorgt die junge Schwesterfirma im benachbarten Thüringen. Dr. Michael Militzer ? OMS-Inhaber und Sohn des Unternehmensgründers Otto Militzer ? nutzte die Chancen der Nachwendezeit und übernahm 1991 die Wartburg Getriebefabrik in Eisenach. Die Millioneninvestitionen lohnten sich: die MITEC Automotive AG wurde, besonders mit ihren vibrationsdämpfenden Ausgleichswellen für KFZ-Motoren, zum erfolgreichen Global Player. Als Zulieferer für die Autoindustrie produziert MITEC auch hochwertige Hypoid-Getriebesätze. Die wenigen tausend Zahnradsätze für OMS werden dabei mehr oder weniger nebenbei hergestellt.

System Know-how aus dem hessischen Wald

Zur Zeit fertigt man in Cornberg mit einer Belegschaft von 175 Personen rund 6500 Antriebseinheiten pro Jahr. Dazu kommen noch um die 1000 Sondergetriebe für andere Verwendungszwecke. Sein ?System Know-how? will OMS zukünftig um den Bereich Sicherheitstechnik erweitern. Das bedeutet, dass Kompetenzen aus den Bereichen elektronische Steuerung und Sensorik integriert werden müssen. Von der verbreiteten Krisenstimmung ist hier nichts zu spüren. Und mit dem Image des kleinen, aber feinen Unternehmens aus dem ?hessischen Wald? kann OMS gelassen kokettieren. Das einzige Problem sieht Dr. Yngve von Spalden momentan darin, genügend qualifiziertes Personal zu bekommen. Denn ?bei uns geht es oft nicht um zehntel, oder hundertstel Millimeter, sondern um tausendstel. Und dazu braucht man einfach ein Händchen?.

Eckart Büxel


Firmendaten

Branchen: Maschinenbau
Produkte: Antriebseinheiten für Rolltreppen, Fahrsteige und Aufzüge, Extruder für die Kunststoffproduktion, Sondergetriebe
Firmensitz: Bahnhofstraße 12, 36219 Cornberg
Telefon: 05650 / 969-0
eMail: oms.antrieb@t-online.de
WWW: www.oms-antrieb.de
   
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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 20. September 2020

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